Neuigkeiten 2026 beim Zahnarzt:
Das sollten Patientinnen und Patienten wissen
Auch 2026 gibt es einige Änderungen und Themen, die beim Zahnarztbesuch wichtig sind. Vieles betrifft nicht die Behandlung selbst, sondern Vorsorge, Dokumentation, Kosten und digitale Abläufe.
Wir fassen die wichtigsten Punkte kurz und verständlich zusammen.
Kinderzahnvorsorge steht jetzt im Gelben Heft
Eine wichtige Neuerung betrifft Familien mit kleinen Kindern: Seit Januar 2026 werden die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen im Gelben Heft dokumentiert. Dort standen bisher vor allem die ärztlichen U-Untersuchungen. Jetzt kommen auch die zahnärztlichen Untersuchungen dazu.
Gesetzlich versicherte Kinder haben vom 6. bis zum vollendeten 72. Lebensmonat Anspruch auf sechs zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Dabei wird unter anderem geschaut, wie sich die Zähne entwickeln, ob Kariesrisiken bestehen und ob Eltern Hinweise zur Zahnpflege, Ernährung und Fluorid bekommen sollten.
Unser Tipp: Bringen Sie das Gelbe Heft bitte auch zum Zahnarzttermin Ihres Kindes mit. So bleibt die Vorsorge übersichtlich dokumentiert.
Kinder sollten früh und ohne Druck zum Zahnarzt kommen
Der erste Zahnarztbesuch muss kein großer Eingriff sein. Gerade bei Kindern geht es oft erst einmal darum, die Praxis, den Behandlungsstuhl und die Instrumente kennenzulernen. Das nimmt Unsicherheit und hilft dabei, spätere Angst vor dem Zahnarzt gar nicht erst entstehen zu lassen.
Genau aus diesem Grund bietet DDC auch den „Keine Angst vorm Zahnarzt“-Tag für Kindergärten, Schulklassen und Kindergruppen an. Dabei lernen Kinder die Praxis spielerisch kennen. Beim ersten Termin wird in der Regel nur die Zahnentwicklung und Mundgesundheit beurteilt. Falls etwas Auffälliges festgestellt wird, erhalten die Eltern eine schriftliche Information und entscheiden selbst über das weitere Vorgehen.
Die elektronische Patientenakte wird wichtiger
Die elektronische Patientenakte, kurz ePA, spielt auch in Zahnarztpraxen eine größere Rolle. Sie kann wichtige Gesundheitsdaten enthalten, zum Beispiel Befunde, Diagnosen, Therapiemaßnahmen, Medikamente und künftig auch das Zahnbonusheft. Seit Oktober 2025 müssen Zahnarztpraxen die ePA nutzen.
Für Patientinnen und Patienten kann das hilfreich sein, besonders wenn Medikamente eingenommen werden oder Vorerkrankungen bestehen. Trotzdem gilt: Bitte sagen Sie uns weiterhin direkt, welche Medikamente Sie einnehmen. Die ePA ersetzt nicht das persönliche Gespräch.
Medikamente bitte immer angeben
Viele Medikamente können für eine Zahnbehandlung wichtig sein. Dazu gehören zum Beispiel Blutverdünner, bestimmte Osteoporose-Medikamente oder Arzneimittel, die Wechselwirkungen haben können.
Die elektronische Medikationsliste kann dabei helfen, den Überblick zu behalten. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie uns Änderungen aktiv mitteilen. Am besten bringen Sie Ihren aktuellen Medikamentenplan mit.
Zahnersatz: Festzuschüsse wurden 2026 angepasst
Zum 1. Januar 2026 wurden die Festzuschüsse für Zahnersatz angepasst. Das betrifft gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten, die zum Beispiel eine Krone, Brücke oder Prothese benötigen.
Wichtig: Der Festzuschuss richtet sich nach dem Befund und der sogenannten Regelversorgung. Wie hoch der eigene Anteil am Ende ist, hängt unter anderem von der gewählten Versorgung, dem Material, den Laborkosten und dem Bonusheft ab.
Das Bonusheft bleibt bares Geld wert
Das Bonusheft bleibt auch 2026 wichtig. Wer regelmäßig zur Vorsorge geht und die Termine dokumentieren lässt, kann beim Zahnersatz einen höheren Zuschuss erhalten.
Ohne Bonus liegt der Zuschuss bei 60 Prozent der durchschnittlichen Kosten der Regelversorgung. Nach 5 Jahren lückenloser Vorsorge steigt er auf 70 Prozent, nach 10 Jahren auf 75 Prozent.
Unser Tipp: Bringen Sie Ihr Bonusheft zum Kontrolltermin mit. Falls Einträge fehlen, sprechen Sie uns an.
Amalgam wird grundsätzlich nicht mehr verwendet
Seit 1. Januar 2025 darf Dentalamalgam in der EU grundsätzlich nicht mehr für neue Zahnfüllungen verwendet werden. Ausnahmen gibt es nur, wenn es medizinisch zwingend notwendig ist.
Das bedeutet nicht, dass alte Amalgamfüllungen automatisch entfernt werden müssen. Wenn eine alte Füllung intakt ist und keine Beschwerden macht, besteht nicht automatisch Handlungsbedarf. Ob ein Austausch sinnvoll ist, klären wir individuell bei der Untersuchung.
Kosten vorher klären
Bei Zahnersatz, Implantaten, hochwertigen Füllungen oder ästhetischen Behandlungen können Eigenanteile entstehen. Deshalb ist eine klare Kostenklärung vor Beginn der Behandlung wichtig.
Beim Zahnersatz wird der Heil- und Kostenplan elektronisch erstellt und an die Krankenkasse übermittelt, wenn Sie zustimmen. Die Krankenkasse prüft den Plan vor Behandlungsbeginn.
Bitte fragen Sie nach, wenn Ihnen ein Kostenplan unklar ist. Dafür ist das Beratungsgespräch da.
Kurz zusammengefasst
2026 ist vor allem für Familien die Kinderzahnvorsorge wichtig: Die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen stehen jetzt im Gelben Heft. Außerdem wird die elektronische Patientenakte im Praxisalltag wichtiger. Beim Zahnersatz wurden die Festzuschüsse angepasst, das Bonusheft bleibt entscheidend für höhere Zuschüsse. Amalgam wird grundsätzlich nicht mehr für neue Füllungen verwendet.
Unser Rat: Kommen Sie regelmäßig zur Vorsorge, bringen Sie bei Kindern das Gelbe Heft mit und sprechen Sie uns früh an, wenn Sie Fragen zu Kosten, Medikamenten oder Behandlungen haben.
Herzlichst,
DDC- Ihre Zahnärzte im Norden
Quellen für den Blogpost
1. Kinderzahnvorsorge / Gelbes Heft ab 2026
KZBV – Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern und Dokumentation im Gelben Heft
www.kzbv.de
2. Elektronische Patientenakte, ePA
KZBV / gematik – Nutzung der ePA in Zahnarztpraxen seit Oktober 2025
www.kzbv.de
www.gematik.de
3. Zahnersatz / Festzuschüsse / Bonusheft
KZBV – Festzuschüsse, Eigenanteil und Bonusregelung
www.kzbv.de
4. Amalgam-Verbot
DGZMK / GKV-Spitzenverband – Amalgam-Verbot seit 01.01.2025 und Anspruch auf zuzahlungsfreie Füllungen
www.dgzmk.de
www.gkv-spitzenverband.de
5. DDC Kinderaktion
DDC Kindergarten-Flyer – „Keine Angst vorm Zahnarzt“-Tag für Kindergruppen
